Jan 27 2010
Jan 24 2010
Nach den Uraufführungen (4): ABSCHIED
Von vielen Besuchern und vielen, die die Uraufführungen von “The Garden” nicht erleben konnten, kommt immer wieder die Anfrage, ob das Spheratorium in 2010 nocheinmal aufgeführt wird. Wir selbst haben dies mehrfach in Erwägung gezogen. Da jedoch die Vorbereitungen für die kommende Produktion “Das Stundenbuch” bereits angelaufen sind und viele Kräfte binden werden, haben wir uns letztlich entschieden, uns von “The Garden” zu verabschieden. Es ist aber durchaus möglich, dass wir das Stück in einer überarbeiteten Fassung zu einem späteren Zeitpunkt wieder ins Programm aufnehmen werden.
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Dez 11 2009
Nach den Uraufführungen (3): PUBLIKUMSREAKTIONEN
Wir danken allen Besucherinnen und Besuchern der Aufführungen von “The Garden”, die uns ihre nun folgenden Eindrücke geschildert haben.
Atmosphärisch dichtes und tiefsinniges Stück.
Ich war am vergangenen Sonntag in “The Garden” und fand es sowohl von der Komposition als auch vom Umsetzungskonzept sehr stimmig und hoch interessant. Durch die mediale Kombination von Hörspielsequenzen, Soundscapes und kleinem Liveorchester kommt eine Stimmung in der Kirche auf, die ich bisher selten in dieser Form wahrgenommen habe.
Dadurch, dass der deutsch-französische Chor über den Besuchern auf einem Wandelgang rund um den Zuschauerbereich positioniert ist, bekommt das Ganze noch einen unglaublich räumlichen Charakter. Dieser wurde auch in der räumlichen Position der Lautsprecher aufgenommen. Ich weiß zwar nicht wie viele es waren, da sie im ganzen Raum verteilt waren, aber ich schätze mal ca. 8 Positionen*). Der Sound “spült” somit während der Vorführung passend zum Inhalt immer hin und her. Die Geschichte selbst ist fast wie ein Krimi, so dass man bis zum Ende (der immerhin ca. 3 Stunden) wirklich hervorragend unterhalten wird. Allerdings sollte man nicht zu gestresst reingehen, da das Stück sehr gemächlich erzählt, was hektische Zeitgenossen wiederum anstrengen könnte.
*) Es waren 24 (die Red.)
Kaum habe ich die Kirche betreten und meinen für eine Kirche ungewöhnlich benannten Sitzplatz gefunden - Block D, Reihe 8, Platz 8 - stellt sich bei mir die Erwartung ein, gleich etwas ganz Besonderes zu erleben. Die Erwartung auf ein ganz besonderes Klangerlebnis ist geweckt: Die Anordnung der Stühle, Instrumente auf und über der Bühne, hinter den Sitzreihen, Lautsprecher in der ganzen Kirche verteilt, die moderne Innenarchitektur in der sonst schlichten Backsteinkirche, alles weist in Richtung Erlebnis.
The sounds seem to come from everywhere, behind me a peculiar harp of glasses, more of them all over the church, the choir floating above my head, the conductor balancing all elements of the music pulling the auditors into a surreal spiral of sounds and emotions.*
(*Übersetzung aus dem Englischen: Die Klänge kommen scheinbar von überall her, hinter mir eine besondere Glasharfe, mehr davon in dem ganzen Kirchenraum verteilt, schwebend über meinem Kopf der Chor, und der alle Elemente der Musik ausgleichende Leiter zieht die Zuhörer in eine surreale Spirale aus Tönen und Gefühlen.)
Mis personas favoritas de la historia que se relata esta noche son la pareja noruega. El hombre amante de la precisión de sus relojes, la mujer paciente y profundamente melancólica. Las cabezas del público se giran para ver cómo da cuerda a los relojes de su marido. La ilusión es perfecta: tengo la impresión de estar en la misma habitación que ella, de ser uno de los relojes que necesitan ser reparados.*
(*Übersetzung aus dem Spanischen: Meine Lieblingspersonen in der Geschichte, die heute abend erzählt wird, sind das norwegische Paar. Der Mann, der die Präzision seiner Uhren liebt, die geduldige und tief melancholische Frau. Die Köpfe der Zuhörer schauen ihr nach, um zu sehen, wie sie die Uhren ihres Mannes aufzieht. Die Illusion ist perfekt: ich habe den Eindruck, im selben Raum zu sein wie sie, eine der Uhren zu sein, die repariert werden muss.)
Le mélange de voix étrangères m’emporte dans des pays lointains, vers des lieux inconnus, qui pourtant abritent des bruits bien connus de tous dans le monde entier: la pluie qui tombe, l’eau qui coule, les pas dans la nuit, la sonnerie du téléphone coupant le silence…*
(*Übersetzung aus dem Französischen: Die Mischung aus fremden Stimmen transportiert mich in ferne Länder, in unbekannte Orte, die aber überall auf der Welt wohl bekannten Geräusche beherbergen: herabfallender Regen, fließendes Wasser, Schritte in der Nacht, eine die Stille durchschneidende Telefonklingel…)
Nach kürzester Zeit ist man in einer anderen Welt, die die Zuhörer in der Pause nur zögerlich verlassen.
Mein abschließendes Urteil einen Tag später: Schöner Abend aus einem “Guss”, schöne, harmonisch interessante Musik mit guten Arrangements, die den Solisten wohl “auf den Leib geschneidert” waren. Sängerisch fielen die beiden Jazz-Sänger gegenüber der Koloratur-Sopranistin etwas ab, was mich aber nicht gestört hat [...].
Zum Chor: Die Rundherum-Anordnung ist für den Block C (in dem wir saßen) sicher optimal gewesen, für die Sänger/innen ist das nach meiner Erfahrung nicht ganz einfach, weil man wegen der zeitlichen Verzögerung nicht Töne aus anderen Stimmen abnehmen kann, sondern sie antizipieren muss, wenn die Einsätze stimmen sollen (was fast immer der Fall war). Der Chor wirkte trotz der nicht gerade einfachen Harmonik homogen [...]. Die schönste Passage des Abends war m.E. “Au clair de lune” (allerdings habe ich einen anderen Text in Erinnerung als den im Programmheft abgedruckten - was aber auch für andere Angaben gilt).
Zu den Audioszenen (nur diese waren zu lang!): Man konnte deren Sinn nicht sofort erfassen, vieles wirkte angesichts der irgendwie esoterisch klingenden Texte etwas prätentiös und aufgesetzt; erst bei den Fortsetzungen wurde der Sinn allmählich klarer. Am wenigsten notwendig war aus meiner Sicht der norwegische Handlungsstrang: Die an sich zündende Ursprungsidee (Zwang der Zeit vs. Freiheit der Empfindung) wurde gnadenlos überdehnt und bis hin zur Lilith “aufgeblasen”. Hätte man ihn weggelassen, hätte das nach meiner Wahrnehmung ca. ein Viertel des Textes eingespart, was dem Ganzen zugute gekommen wäre. Dass die cherubinische Rahmenhandlung zum guten Ende im Garten (Eden) führen werde, blieb im Programmheft eher offen (dort war von einer Nachricht über den Verlust der türkischen Schwimmer die Rede), aber die Märchenhaftigkeit des Schlusses war sicher der Inszenierung angemessen.
Ich fand den Abend wunderschön und freue mich auch schon auf das nächste Treffen!
Ich schwebte beschwingt durch den phantasievollen Abend. Die musikalische Inszenierung bildete einen wunderbaren Kontrast zu dem wogenden und mitreißenden Gesang des Chors. Das wechselseitige Dirigieren verband die einzelnen musikalischen Einheiten in eindrucksvoller und eleganter Weise. Ein beeindruckendes Werk, das mich in eine schöne Traumwelt enführte.
Je suis rentrée très contente d’avoir assisté à votre concert d’une perfection professionnelle; j´ai beaucoup aimé la musique, les choeurs, les solistes et les instruments, le cadre, la mise en scène, donc la plus grande partie. Quant aux textes, à mon avis trop chargés de symboles, peu intéressants, ils ne m’ont en fait pas dérangée, mais j’aurais pu m’en passer! [...]*
(*Übersetzung aus dem Französischen: Ich bin nach Ihrem Konzert einer professioneller Perfektion sehr froh nach Hause zurückgekehrt; mir haben die Musik, die Chorstücke, die Solisten und die Instrumente, der Rahmen und die Inszenierung, also der größte Teil, sehr gefallen. Was die Texte betrifft: meiner Meinung nach sind sie zu sehr mit Symbolen überladen und wenig interessant – sie haben mich zwar nicht wirklich gestört, aber ich hätte sehr gut ohne leben können! [...])
Es war lang, vielleicht auch etwas zu lang, aber es wirkt nach. Jedenfalls habe ich das bei mir festgestellt. Es war schon ein besonderer Eindruck und irgendwie geht mir das Szenario der Kirche, der Chorgesang, auch die kleinen Geschichten immer wieder durch den Kopf - allerdings weniger im Kontext “Garten”, vielmehr mit “Cherubin” alias Ch. Bineur. Es hat uns doch wirklich gut gefallen!
Ich war am Premierenabend dabei und bin immer noch beeindruckt. [...] Besonders beeindruckend fand ich die Dialoge der französischen Pianistin mit ihrer Tochter. Und es haben mich die Gesangsauftritte von Christiane Mikoleit mit dem gesamten DFC als Background-Chor besonders angesprochen.
Ich habe mir letztes Wochenende The Garden angehört! Respekt, respect! Das hat mir richtig gut gefallen. Der Chor ganz in schwarz auf der Empore, nur die Gesichter und die Hände haben heraus geleuchtet! Und endlich mal: auswendig! Ja, ja, ja! Und natürlich das Wichtigste, - die Musik, einfach super!
Ich wollte nur sagen, dass ich gestern abend wirklich beeindruckt war.
Noch mal ein ganz großes Bravo für diesen unvergesslichen Abend, den wir gestern abend in diesem wunderschönen Garten verbringen durften. Ich fand es richtig beeindruckend und alle Elemente haben mir sehr, sehr gut gefallen und mich interessiert. Ich bin wirklich super glücklich, dafür nach Berlin geflogen zu sein.
Encore un grand Bravo pour le spectacle grandiose d’hier ! et quel travail ! Est-il possible d’avoir connaissance du texte ? Nous aurions aimé y jeter un coup d’oeil et comprendre certains passages restés pour nous un peu obscurs ! Nous serions aussi curieux de savoir les sources d’inspiration de ce scénario ! Nous avons bien aimé le côté spirituel du chérubin finalement tout au cours de l’histoire. Et quelle maîtrise ! quelle technique ! quelle musique ! encore bravo.*
(*Übersetzung aus dem Französischen: Nochmal ein großer Applaus für die gestrige grandiose Aufführung! Und was für eine Arbeit! Ist es möglich, den Text zu bekommen? Wir würden gerne ein Blick reinwerfen, um einige Stellen zu verstehen, die für uns leider etwas unklar geblieben sind! Wir wären auch gespannt, die Inspirationsquellen dieses Szenarios zu erfahren! Wir fanden letztendlich die spirituelle Seite des Cherubs während der ganzen Geschichte doch gut. Und was für eine Leistung! Was für eine Technik! Was für eine Musik! Bravo noch einmal!)
Danke von Herzen für die wundervolle Musik. Danke für den tiefen Einblick in diese Welt, in Stimmungen, in Energien, in Gefühle, in Bilder, in soviel feine Sensibilität. Immer wieder ein Eintauchen, Frösteln, Träumen, Erwartung und Spannung, die körperlich spürbare Kraft des Wassers in Fluvius, die göttliche Stimme von Christiane Mikoleit, Freude, Nachdenklichkeit, auch Angst, der so reine und schnörkellose Jazzbariton, Dunkelheit und Licht und immer wieder Überraschung. “Entschleunigung.” Vielleicht waren die Höspielszenen im ersten Teil etwas langatmig, mich persönlich hat das nicht gestört. Die Geschichte baut sich so fein, so sorgfältig durchdacht auf, wie all die Klänge und Töne. [...]
Die Heilig-Kreuz-Kirche - ein sehr schöner Aufführungsort - sowie Sänger, Musiker und die gesamte Atmosphäre brachten mir das Spheratorium auf eine nachwirkende Weise näher.
Der Applaus sowie die sicher doch recht positiven Meinungen der Besucher haben wohl gezeigt, dass sich all die Arbeit und Mühe gelohnt hat. Vielleicht habt Ihr ja noch einmal die Gelegenheit zusätzlicher Aufführungen. Vielen Dank an Euch alle, es war ein sehr schöner Abend und die aus diesem Anlass vorgenommene Reise nach Berlin eine gute Entscheidung.
Ich wollte mich doch nochmal melden und Danke sagen für den besonderen Abend, der auf vielfältige Weise in mir nachklingt. Ich mochte vieles sehr gerne und bin von dem Konzept, dem Erleben der Spheratoriumswelt sehr begeistert. Chor, das Glasharfenensemble, die Band, viele der Hörspielszenen – Mark Klebers Cheruben oder der Übergang von der Spanienszene hin zum Bühnenauftritt “Carlottas” - Kompliment. Gänsehaut. Meine Lieblingsszene ist die, in der Lilit die Uhren aufzieht. Da kann man gar nicht anders, als sich immer wieder umzudrehen, um nachzuschauen, ob da nicht doch jemand hinter einem herläuft… Musikalisch waren mir die Duette von Ruth und “Herrn Menke” am Fremdesten - die fielen für mein Empfinden sehr aus der Geschichte heraus, reichten auch musikalisch in eine Stilrichtung, die nicht so die meine ist… Ich hätte es wohl auch schöner (schlüssiger) gefunden, wenn sie deutsch gesungen hätten… Geschmackssache. Insgesamt jedenfalls kann ich Euch nur gratulieren! Hoffentlich lassen sich für die nächste Produktion jetzt leichter Sponsoren finden.
Den stärksten Eindruck hat in der Tat das Spheratorium auf uns hinterlassen - es war den Besuch in Berlin wirklich wert ! Besonders beeindruckend fanden wir die Leistung des Chores, der aus unserer Sicht eine wundervolle Klangfülle mit - abwechselnd - temporeichem Rhythmus, aber auch meditativer Entrücktheit geschaffen hat. Wir fanden die Stücke wunderbar - wer hat die eigentlich komponiert? [...] Aus unserer Sicht nicht so günstig war, dass sich der Abend durch die sehr starke “Dehnung” der Story aus unserer Sicht etwas in die Länge zog; so blieb dann auch die Zusammenführung der “Spuren” und damit die Auflösung der Story schlussendlich etwas “flau”, nachdem man so lange das Geschehen gespannt begleitet hatte. Als außergewöhnlich und sehr gut empfanden wir die Positionierung des Chores auf der Empore, was einen phantastischen Klangeindruck für die Zuhörer erzeugte und das “Sphärische”, gewissermassen mit einer “Musik aus dem Himmel”, gut unterstrich.
Ich war letzten Samstag in der Heilig-Kreuz-Kirche zur letzten Aufführung von “The garden” und war total begeistert!
Die ganze Inszenierung und vor allem die Musik waren toll-daher meine Frage: Gibt es Tonaufzeichnungen,eine CD oder ähnliches zu kaufen?
Nov 30 2009
Nach den Uraufführungen (2): KLANGBILDER
Traumräume, Augengespräche, Klangrausch:
Die von Gernot Kolberg bei der Generalprobe von “The Garden” (13.11.2009) geschossenen Fotos feiern die Nacht und die Musik … : hier geht es zur Galerie.
Nov 24 2009
Nach den Uraufführungen von “The Garden” (1)
In Kürze werden wir hier für unser Publikum noch einmal einen Nachklang zu “The Garden” bieten. Wir stellen Reaktionen auf und Bilder von den Aufführungen in der Berliner Heilig-Kreuz-Kirche zusammen, beantworten die Fragen nach Mitschnitten in Bild und Ton und versuchen einen Ausblick zu geben auf mögliche Wiederholungen der Aufführungen.
Für heute darf ich mich im Namen aller Beteiligten bei unserem Publikum, bei unseren Partnern und - bei allen Beteiligten sehr herzlich bedanken für die gemeinsame rauschende Feier der Nacht, des Traums und des Rätsels.
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Nov 12 2009
Hauptprobe in der Heilig-Kreuz-Kirche
Climb up to the midnight sky - Steig auf in den Mitternachtshimmel … Unter der steinernen Kuppel der Kirche errichten wir eine zweite Kuppel - eine Kuppel aus Klang. 

Somewhere in the darkness there must be a vestige of an angel, of a forgotten guardian.
Die Hauptprobe ist die erste gemeinsame Probe von Solisten, Chor und Instrumentalisten. Wir fügen die Teile zu einem Ganzen und entdecken in der Musik ganz neue Facetten. Der Charakter mancher Stücke etwa wandelt sich, wenn die Trommeln dazu kommen. Deren drängende Rhythmen haben etwas Dunkles, Beschwörendes.
Jazzsopranistin Esther Kaiser singt Southern Wings, begleitet von einem Frauenchor.
Kristofer Benn probt Still Life, eine Ballade für Jazzbariton und Männerchor.
Die Sopranistin Christiane Mikoleit singt Papillon de nuit.
Und ganz wichtig bei “The Garden”: die Technik für den Livesound, den Sound Coqoon und die Übertitel - vieles ist computergesteuert. 
Bei der Hauptprobe werden über die Lautsprecher schon kurze Ausschnitte aus den Audioszenen eingespielt. Eine Spieluhr klingt aus, dazu hören wir, wie aus weiter Ferne, verträumt, die Stimme von Christiane Mikoleit - im Hörtheater der Nachklang einer Sehnsucht, die sich nicht erfüllt.
Die Stimmung ist gelöst, die nächtliche Probe hat selbst etwas von einem Traum. Wir können es kaum erwarten, unser Nachtstück aufzuführen. Am Samstag um halb acht ist es endlich soweit …
Nov 05 2009
Zwei Freikarten für “The Garden” zu gewinnen
Das KulturKaufhaus Dussmann stellt uns ein Schaufenster zur Verfügung, um für “The Garden / Le jardin” eine Woche lang zu werben. Also waren wir heute zu zweit vor Ort, um ein wenig Garten-Atmosphäre um das Plakat herum zu inszenieren. Jetzt können sich die Passanten auf der lebhaften Einkaufsstraße in Berlin-Mitte wundern, was ein Grammophon, eine Taschenuhr und Spielkarten mit einem Garten zu tun haben… Antworten gibt es hier - und zum Gewinnspiel, um 2 Karten für die Aufführung am 15.11. zu gewinnen, geht es hier (nur noch bis Sonntag).
Okt 30 2009
Traumgespinste
Eine Gewitternacht an der bretonischen Küste. Es regnet in Strömen. Zwei junge Männer finden einen Toten. Als sie mit der Polizei zum Fundort zurückkehren, ist die Leiche verschwunden. Haben sie alles nur geträumt? 
Auf gardenQ.de sind wir heute in Frankreich angekommen, der letzten Station vor den Aufführungen. Hier dreht sich alles um Träume: Albträume, aber auch Wunschträume, Träume voller Sehnsucht. Wie die von Pauline, der Heldin der Frankreich-Episode. Ein Unbekannter will das Mädchen mitnehmen auf eine “Reise in die Welt der Träume”. Noch zögert Pauline, der seltsamen Einladung zu folgen …
Okt 20 2009
Nächtliche Probe in der Heilig-Kreuz-Kirche
“… und nannte das Licht Tag und die Finsternis Nacht.” Eins der großen Chorstücke heißt “Nox”. Kein Zufall, dass es oben auf den Emporen der Kirche dunkel ist - bei den Aufführungen selbst wird es noch dunkler sein. Nacht eben. Noten wird es dann keine mehr geben… Es ist unsere erste Probe in der Heilig-Kreuz-Kirche. Endlich bekommen wir ein Gefühl für den Raum, in dem wir auftreten werden. Wir Chorsänger haben uns auf den Brücken verteilt - den Blick nach unten, wo Steffen sitzt. 
Die Dunkelheit verleiht unserem Gesang eine besondere Intensität. In den Generalpausen lauschen wir dem Nachhall. Er fügt sich ein, wird Teil der Musik. Klangraum Kirche!
Okt 09 2009
Erschöpfung nach zwölf Stunden: Tonschnitt Frankreich
Konzentration auf die Stimme der Sprecherin. Zwölf Mal derselbe Satz. Der Ton-Ingenieur neben mir (Steffen) ärgert sich über den Regisseur von damals (auch Steffen): „Das war jetzt gut, warum lässt er sie den Satz wiederholen… es ist doch genau das Gleiche!“. No comment …
Figur für Figur gehen wir alle vier Szenen durch, sieben Stunden Material. Wir fangen an mit Isabelle. Die Sprecherin hat eine dunkle, tiefe Stimme. Mal klingt sie weich, wie aus Samt, mal gebrochen. Dann Pauline: helle, aufgeregte Stimme, die zum Schluss so sanft und verträumt wird, dass man weinen könnte. Und am Ende noch Nathalie, übertrieben hoch und ausgeflippt. Der Kontrast wirkt.
Fünf Stunden und eine Riesenpackung Spekulatius später sind wir fertig. Jetzt muss Steffen aus den Dialogen, aus Geräuschen und Musik die Szenen für den Sound CoQoon komponieren. Ein Sample durfte ich hören: es ist beeindruckend.
Okt 02 2009
Katalonien - Spuren eines Mordes?
Wir haben Spanien, genauer: Katalonien erreicht, die vorletzte Episode auf den Spuren in den Garten …
Verdrängtes einer dunklen, leidvollen Vergangenheit bricht wieder durch. Eine ehemals kaputte Spieluhr, um deren Seltensheitswert die Eigentümer noch gar nicht wissen, taucht auf. Repariert von einem Protagonisten einer weiteren Episode aus “The Garden”. Und von einem sterbenden Vater kommt ein Brief, den nicht er, sondern ein anderer geschrieben hat: Folgen Sie den Spuren … auf gardenQ.de.
Sep 28 2009
Triptychon mit Katze
Der neue Folder ist fertig! Er ist zum Aufklappen - als würde man die beiden Flügel eines Tores öffnen. Das Tor führt zu einem nächtlichen Garten. Und ab und zu huscht ein Schatten vorbei…
Sep 27 2009
Ubi est paradisus?
Klang-Spuren. Ton-Splitter. Text-Scherben. Die “Riten”, die der Chor bei den Aufführungen singen wird: Fragmente der Genesis auf Latein. “…plantaverat autem… paradi… hominem… lignum… in medio…” Eine Herausforderung, das auswendig zu lernen! Aber nach unserem intensiven Probenwochenende im brandenburgischen Klein Köris wissen wir, dass wir es schaffen werden!
Sep 23 2009
Werbung für “The Garden” in Hamburg …
… Bjarte (einer der Sprecher der Norwegen-Episode in “The Garden”, siehe auch diesen Eintrag) und seine Frau haben an Hamburger Stränden für erhebliches Aufsehen mit ihrem Werbefeldzug gesorgt …
Sep 18 2009
Un voyage dans le monde des rêves
Wo fängt die Realität an? Wo hört der Garten auf? Die virtuelle Welt von GardenQ und die Phantasiewelt von The Garden vermischen sich immer mehr. Heute ging die Internetseite eines Unbekannten online, der sich auf dem (tatsächlich existierenden) Blog von Pauline, der Hauptfigur aus der Frankreich-Episode, meldet. Schicht um Schicht, Rätsel um Rätsel, Episode um Episode bekommt The Garden eine Vorgeschichte - und gewinnt dabei ständig an Tiefe.
Eine Reise in die Welt der Träume
Sep 12 2009
Partitur fertig!
Einige Beschränkungen prägten die Komposition vor allem der Chormusiken: zunächst die Tatsache, dass der Chor rund ums Publikum auf einer Brücke verteilt ist, somit waren die Schalllaufzeiten zu berücksichtigen: das begleitende Instrumentalensemble Lumoon spielt unten. Ich selbst als musikalischer Leiter werde ebenfalls unten sein und somit nicht den unmittelbaren Kontakt zu den Sängern haben können wie gewohnt. Da zudem nur mit Bühnenlicht und Illuminationen gearbeitet wird, ist auf der Brücke kaum etwas zu sehen, der Chor muss also die gesamte Musik auswendig singen. Nicht zuletzt musste ich für die Musik natürlich die stimmlichen Gegebenheiten und die Besetzungstärken berücksichtigen. Die Musik scheint dem Chor aber zu liegen, wir kommen schnell voran - und seit heute sind nun auch alle Stücke fertig, wir liegen gut in der Zeit.
Sep 10 2009
Die Rückkehr der Vergangenheit
Aufnahmen mit Ilse Junge im HOP-Studio Berlin für die “Vokathek“, das Stimmarchiv in der Berlin-Episode.
Es war letztlich für beide Seiten ein Geschenk: Ilse Junge lieh uns die Zerbrechlichkeit ihrer Stimme, aber auch ihre Vitalität für die Rolle der Ruth Weinreb, einer Jüdin auf der Suche nach der verschollenen Stimme ihres Vaters. Wir konnten ihr mit Ruths Geschichte wohl eine verschlossene Tür zurück in ihre Erinnerung und die Geschichte ihrer Familie öffnen, die selbst von Verlustschmerz und Überlebenswillen angesichts der Kriegserlebnisse geprägt ist. 
Sep 05 2009
Vaters letztes Lied
“Er hat dem Tod ins Gesicht gesungen. Und jemand hat das aufgenommen.” Sätze auf einem zerknitterten Zettel. Notizen von Ruth, einer Figur der Deutschland-Episode. Aber die Handschrift ist die von Evamaria, einer befreundeten Autorin. Sie hat sich für uns ausgemalt, was Ruth erlebt, bevor ihr Weg sie in die Vokathek Berlin führt. 
Mit Hilfe von fiktiven Tagebucheinträgen, Briefen, Fotos und Andenken rekonstruiert Evamaria die Spurensuche der Ruth Weinreb: Wie sie erst mit Mitte vierzig erfährt, wer ihre Eltern waren - und dass es da eine Aufnahme mit der Stimme ihres Vaters geben muss. Ruth sucht viele Jahre lang vergeblich … Bis sie einen seltsamen Hinweis aus Frankreich erhält.
Sep 05 2009
Wasserkathedrale
Alexia schrieb weiter unten völlig zu Recht, dass sich beim näheren Hinsehen so mancher künstlerische Mythos als reine Arbeit und Organisation entpuppt. Das Paradebeispiel wird wohl die Höhlentherme der Türkeiepisode von THE GARDEN werden: eine detaillierte Wassergeräuscheliste, akribisch abgearbeitet in drei Stunden von Brian (Mikrofonierung) und mir (Geräusche) - und der Valtu’sche Swimmingpool und brunnendurchsetzte und bachdurchflossene Garten verwandeln sich in den Schauplatz eines dramatischen Geschehens auf Leben und Tod in einem unterirdischen Höhlensystem an der Ägäis!
Wie beängstigend das werden wird, mögen folgende eindrucksvolle Kulissenbilder veranschaulichen …

Sep 04 2009





